Als digitale Zeitschrift anerkannt: Deutsche Bibliothek Berlin - Frankfurt - München - ISSN: 2190-9881 - letzte Aktualisierung: Montag 15.10.2018

Erinnerung an Leudal (Video)

Der Traum von Europa


Das 19. Europäische Schützentreffen in Leudal/NL ist Vergangenheit. 20.000 Schützen aus 10 Nationen begeisterten 55.000 Besucher.
Drei Tage der Begegnung, ganz im kollektiven Bewusstsein eines europäischen Miteinanders, welches letztlich durch die Friedenserklärung der EGS bekräftigt wurde.
Der Wille eines human-, und werteorientierten europäischen Miteinanders erzeugte einen Spirit, der vielfach bis heute anhält.

Der Unterschied zu Peine 2015 liegt wohl bei den Teilnehmern selbst. Als Reaktion auf globale Ereignisse und wachsende Unsicherheit sind wir näher zusammengerückt.
Spürbar die positive Energie dieser Tage.

Fast gleichzeitig titelt die WELT: „Deutschland ist ein kaltes Land geworden“.
Diese Stimmung wird durch Medien im In- und Ausland bekräftigt, wobei es wohl unterschiedlich bleibt, wie der Einzelne aufgrund seiner Lebenssituation dieses erlebt.
Von der Hand zu weisen sind solche Aussagen nicht.
Auch die Bundesregierung spricht inzwischen von einer Verrohung in der Gesellschaft aber erkennt trotzdem die Reihe politischer Fehlentscheidungen nicht.

Deutschland, als eines der reichsten Länder dieser Welt, schreibt eine überdenkenswerte Geschichte.
Wirkliche Not gibt es kaum noch, Zeit sich zurückzulehnen um die Komfortzone zu genießen.
Der Konsum gewinnt Ende der 80er Jahre die Oberhand, für so viele Wünsche reichen nur wenige Einkommen.
So greifen seit 1990 Jahr für Jahr rund 500.000 Bürger zum „Steuersparmodell Kirchenaustritt“.

Die Kultusministerien folgen diesen Gedanken. Der Religionsunterricht in Schulen wird freigestellt/abgeschafft. Kreuze und christliche Symbole werden entfernt,
Religion hat im öffentlichen Leben keine Berechtigung mehr. Umgekehrt werden wegen der Religionsfreiheit Burkas und Kopftücher erlaubt.

Deutschland überlässt das Thema Glauben den Kindern und Frauen, Wertevermittlung findet kaum noch statt. Deutsche Sprache wird durch englische Werbeslogans ersetzt, Kulturgut weicht einem Partywahn.
Wir haben uns zurückgezogen, Werte abgeschafft oder vergessen, Platz gemacht für Andere, die ihren Glauben leben und wir reiben uns jetzt verwundert die Augen.

Das langsame Erwachen ist böse, populistisch und schwarz-weiß denkend.
Wenn ich als humanistisch denkender Mensch die These aufstellen: „…wir können doch nicht Tausende Menschen im Mittelmeer elendig Ersaufen lassen“, werde ich als Gutmensch zitiert.
Übrigens, ein neuer Wortbegriff in welchem es gelungen ist, positive Eigenschaften als negativ hin zu stellen und daraus ein Schimpfwort werden zu lassen.
Umgekehrt werden Menschen, die fordern das Straftäter abgeschoben werden, als Nazis beschimpft.

Ebenso unsäglich die Hin- und Herspringerei innerhalb unserer Politik, ohne klare Linie.
Wir sind an einem Punkt angelangt, wo wir jährlich 100.000 Mädchen und Frauen übersehen, die von ihren deutschen Männern gewalttätig und misshandelt werden.
Wir sehen nicht die tagtäglich 50 Kinder, die Opfer von Gewalt und sexueller Misshandlung werden.
Das Augenmerk richtet sich auf messerstechende Einzeltäter aus anderen Herkunftsländern.

Es gibt nur noch ein Entweder / Oder, dass selbst im Wirtschaftsleben Einzug hält.
Das beste Beispiel dafür Ryanair mit der Drohung Stellen abzubauen, wenn gegen unzumutbare Arbeitsbedingungen gestreikt wird.

„Einigkeit und Recht und Freiheit“ fordert unsere Nationalhymne, doch diese Einigkeit weicht langsam einem krassen Gegeneinander.
Unser Land fängt an sich zu spalten, eine Bedrohung unserer Freiheit und Demokratie.

Freiheit setzt Verantwortung voraus. Darum schreibe ich diese Zeilen, mit denen ich die Friedenserklärung der EGS und den Willen zu einem christlich und sozial geprägten Miteinander in Erinnerung rufen möchte.
Daran müssen wir alle arbeiten, jeder für sich, jeder dort wo er ist, zu Gunsten eines lebenswerten Europa der Zukunft.

PRO DEO PRO EUROPAE CHRISTIANAE UNITATE PRO VITA
(Für Gott, für ein vereinigtes, christliches Europa, für das Leben)

Rene Krombholz

 

 


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