Als digitale Zeitschrift anerkannt: Deutsche Bibliothek Berlin - Frankfurt - München - ISSN: 2190-9881 - letzte Aktualisierung: Mittwoch 19.12.2018

„Schützen schützen“

Die oft unauffällige, stille Hilfe vor Ort,


bei der keine Unterschiede zwischen Religionszugehörigkeit oder Nationalität gemacht werden, ist typisch für die Schützen. Darüber hinaus bleiben deren lokale Veranstaltungen und Schützenfeste integraler Bestandteil des gesellschaftlichen Zusammenlebens und dienen der Förderung des sozialen Friedens.

164.303 freiwillige Arbeitsstunden geleistet

Karlheinz Kamps (64) aus Rheinberg, Vorsitzender des caritativen BHDS-Ausschusses,kann die äußerst positive Schützen-Bilanz noch weiter ausdehnen: Im Jahr 2015 leisteten Schützen über 164.000 freiwillige Arbeitsstunden für soziale Projekte und Hilfsdienstleistungen. Selbstverständlich sind hier die Arbeitsstunden an oder in eigenen Schützenheimen nicht mit eingerechnet. In den letzten vier Jahren (2012-2015) wurden insgesamt 563.299 Mannstunden von der Schützenfamilie erbracht, was bei theoretischen 10 Euro Entgelt pro Stunde auch nochmal einen Geldwert von über 5,6 Millionen Euro darstellt.

Unterstützung für Palliativstationen und Hospize

Darüber hinaus wird auch noch Hilfe - in Zusammenarbeit mit den Maltesern - durch die bekannten Altkleider-Sammlungen erbracht. Dank der mit Schützensymbolen dekorierten Container der Malteser werden die örtlichen Palliativstationen und Hospize der Malteser unterstützt. Zwischen 2011 und 2015 wurden insgesamt ca. 360 Tonnen Altkleider mit einem Gesamterlös von über 22.000 Euro gesammelt. Bis Ende 2015 waren erst 25 Container platziert, sieben weitere Standorte sind in Planung.  

Über 2,8 Millionen Spenden-Euro allein in 2015

Natürlich feiert die BHDS-Schützenfamilie bei ihren über 800 Schützenfesten zwischen Mai und September nicht weniger intensiv als die vielen anderen Brauchtums-, Sport- oder Kulturvereine in deutschen Landen. Doch die Schützen-Bruderschaften engagieren sich – teils bereits seit Jahrhunderten – stark bei Hilfs- sowie Sozialwerken und helfen auch vor Ort bei sozialen Schieflagen ihrer bedürftigen Mitbürgern direkt. Fast 2.830.000 Euro spendete die  Schützenfamilie des BHDS allein im Jahr 2015 für soziale Projekte im In- und Ausland. Die gesamte Spendensumme der BHDS-Schützen aus den letzten vier Jahren (2012-2015) beläuft sich auf nunmehr 10.480.431 Euro. Allein von daher wird die oft geäußerte öffentliche Meinung, dass Schützen-Bruderschaften ein wichtiges Rückgrat der Gesellschaft sind, wohl mehr als deutlich unterstrichen. Nicht umsonst wurden die Schützen übrigens Anfang 2016 als UNESCO-Kulturerbe offiziell anerkannt.

Historische Schützen feiern und spenden gern: 10,4 Mio. Euro

Zu Beginn der Schützenfest-Saison 2016 stellt der Bundesschützenmeister Emil Vogt die soziale Kompetenz des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften heraus. In den Kommunen in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen oder auch im Saarland gibt es ab Juni eines jeden Jahres kaum noch Festpausen. Hier sind die Schützenbrüder und Schützenschwestern aus dem Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften (BHDS e. V) beim Feiern und beim Spenden. Im BHDS, dem anerkannten kirchlichen Dachverband für die knapp 1.300 Mitgliedsbruderschaften aus den sechs katholischen Kirchendiözesen Aachen, Essen, Köln, Münster, Paderborn und Trier sind die Schützen unter ihrem Leitmotiv „Für Glaube, Sitte und Heimat“ besonders aktiv.


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