Als digitale Zeitschrift anerkannt: Deutsche Bibliothek Berlin - Frankfurt - München - ISSN: 2190-9881 - letzte Aktualisierung: Donnerstag 16.11.2017

Der soziale Gedanke

Der Ursprung der Schützenvereine liegt in den Schutztruppen der Dörfer und Städte. Wichtigstes Merkmal der ursprünglichen Schützenvereine-, -Gilden, und Bruderschaften war der soziale Charakter.
In den Statuten war fast immer eine Notkasse für Bedürftige verankert, für ein vernünftiges Begräbnis - damals keineswegs normal - sorgte die Gemeinschaft ebenso wie für die Hinterbliebenen.
Es darf nicht vergessen werden das zu dieser Zeit Hunger, Frohndienst, Cholera und Pest an der Tagesordnung waren.
Zudem gab es unzählige Königs-, Herzogs-, oder Fürstentümer, die regelmäßig das Land mit ihren Kriegen überzogen.
Da in die Gemeinschaft der Schützen nur unbescholtene Bürger eintreten durften war es nicht verwunderlich das viele Mitglieder auch gleichzeitig in den ersten Stadtparlamenten dieser Zeit saßen. Auch dieses war eine soziale (ehrenamtliche) Tätigkeit. Man schaute den Stadträten genauestens auf die Finger, denn es waren die Städte, wohin sich die "Leibeigenen" dieser Zeit flüchteten. In den Städten erloschen die Rechte ihrer Herrscher und die Stadtparlamente wachten über die Durchführung dieser Freiheit. Aus dieser Zeit kommt übrigens das Sprichwort: "Stadtluft macht frei"

Bis in die heutige Zeit haben sich die meisten Schützenvereine diesem sozialen Engagement verschrieben und es beibehalten. Von der Öffentlichkeit fast unbemerkt geschieht hinter den Kulissen der Verbände und Vereine vieles was diesem Gedanken entspricht.