Als digitale Zeitschrift anerkannt: Deutsche Bibliothek Berlin - Frankfurt - München - ISSN: 2190-9881 - letzte Aktualisierung: Dienstag 24.03.2020

Bundesfest 2009

Jedes Bundesfest ist anders.


Nach Ahrweiler, Kaarst und Beverungen war es diesmal Hövelhof im Paderborner Land. Sture Ostwestfalen? Nein, die Hövelhofer Schützen wie auch die Bevölkerung zeigte sich gastfreundlich und aufgeschlossen. Die Vorfreude auf das was kommen möge war schon früh zu spüren, trotz verkehrstechnischer Vollsperrung der gesamten Innenstadt.

Die Festabende im Schützenzelt waren Monate vorher restlos ausverkauft. Besonders auffallend bei diesem Bundesfest war die Liebe zum Detail.
 „Herzlich Willkommen“ las man überall, am Ortseingang, in den Schaufenstern, am Festplatz und kaum zu glauben: auf jedem Tisch im Festzelt stand eine Vase mit Sonnenblume und Willkommensgruß. Dass dies wirklich so gemeint war musste man angesichts der vielen Tausend Sonnenblumen im Ort wirklich glauben. Prächtiger Fahnen und Blumenschmuck überall, der Ort war festtagstauglich.

Und dann kamen sie auch, Schützen, Präsidium des BHDS, der Hochmeister, Journalisten und zahllose Gäste. Die Ersten waren Tage vorher angereist, der Rest kam am Sonntag zum Festhochamt welches vom Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker abgehalten wurde

 

Anschließend ging es auf zum Festzug durch die bunt geschmückten Straßen. Der Schall von Trommeln und Trompeten vermische sich mit den La Ola Rufen tausender begeisterter Zuschauer am Straßenrand.

20.000 Schützen und Schützenschwestern marschierten und boten ein einmaliges prächtiges Bild. Schützenmusik, lachende Gesichter und Fröhlichkeit, sogar als die ersten Tropfen vom düsteren Himmel fielen. Der verfinsterte sich Zusehens und irgendwann ging kaum noch was, der Zug wurde verkürzt.
Der Weg führte schnurstracks ins Festzelt das jetzt durch triefnasse und trotzdem lachende Menschen eine ganz besondere Note der Fröhlichkeit erhielt. Vereinzelt sah man auch Tränchen der Enttäuschung die in froher Gemeinschaft aber schnell versiegten. Auffallend die vielen „Mitnimmsel“ die nun im Zelt landeten. Überall in Hövelhof waren des Morgens noch kleine grüne Schützenmänner aus Styropor zu sehen gewesen, zu Hunderten schmückten sie das Straßenbild – ist in Hövelhof nicht auch der Festbedarf Michelis zu Hause? Scheinbar schlossen diese kleinen Schützenmänner so viele Freundschaften um dann im Zelt mitzufeiern. Bei meiner Ausfahrt am Abend sah ich kein Einziges mehr

Des Nachmittags, als die Sonne ihre Strahlen wieder durch die Wolken schickte, kamen die Nachbarn zu Besuch. Rund 7.000 Schützen und Schützenschwestern marschierten plötzlich frohgelaunt, winkend und singend auf den Festplatz zu und bewiesen wie jung, hübsch und weiblich Schützenwesen heute auch sein kann. Wer da noch alte Männer mit Bierbäuchen im Kopf hatte sah sich eines Besseren belehrt.

Tolle Stimmung im Zelt, Hochmeister Sain zu Wittgenstein und Bundeskönig zum Fototermin, bei Interviews. Dankesworte an die Hövelhofer Schützen für ein gelungenes Fest und 5 Jahre Vorbereitung.

 

 


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