Als digitale Zeitschrift anerkannt: Deutsche Bibliothek Berlin - Frankfurt - München - ISSN: 2190-9881 - letzte Aktualisierung: Dienstag 24.03.2020

Bundesfest 2011

Harsewinkel: klare Worte vom Enkel des Bundeskanzler Adenauer 


In Richtung Politik sage ich: hegen und pflegen Sie diese wertvolle Gemeinschaft der Schützen und achten Sie darauf, dieses Schützenwesen nicht durch überzogene Regeln und Bürokratie kaputt zu machen!“
Landrat Sven Georg Adenauer (Enkel des Bundeskanzlers Konrad Adenauer)
Schirmherr des BundesSchützenfest 2011

Klare und deutliche Worte, bleibt zu hoffen, dass sie auch an den richtigen Stellen ankommen. In den meisten Zeitungen war leider nur die erste Hälfte des Satzes zu lesen!
In der Ansprache des Schirmherren erfuhren die Anwesenden, das Konrad Adenauer selber, dem Schützenwesen zugetan war. Er war nicht nur bei der Gründung des BHDS behilflich, sondern stiftete auch die erste Bundesstandarte.

Ein ebenso deutliches Statement von den Schützen selber forderte Weihbischof Heiner Koch von den Schützen selber. Sensibel werden, erspüren welche Aufgabe man (auch als Schütze) in diesem Leben hat, und dann dieser Aufgabe gerecht werden!

Anmerkung
Wenn wir uns die heutige Zeit etwas kritischer anschauen haben nicht nur die Börsen an Werten verloren. Jeder, der mit einem 10er Schein um Unsummen zockt, wäre vor Jahren als Betrüger verurteilt worden. Heute pokern Banken und Konzerne mit minimalem Eigenkapital um Milliarden. Internationale Konzerne verschaffen sich Steuervergünstigungen, entlohnen die für sie tätigen Menschen in oft beschämender Art und Weise, zahlen nur „optimierte“ Steuern ins Allgemeinwohl und scheffeln Milliarden.
Die Politik gebietet diesem unehrenhaften Tun keinerlei Einhalt, wird mit Drohung auf den Abbau von Arbeitsplätzen sogar erpressbar.
Was für eine Welt, in der Werte wie Anstand, Fairness und Menschlichkeit kaum noch Berechtigung haben?! Statt sich auf Werte zu besinnen – ethische Werte die für dass Funktionieren einer Gesellschaft unabdingbar sind – suchen die Politiker Lösungen und Entscheidungen in Diskussionsrunden. National und International.

Nichts wird dadurch besser, im Gegenteil! Werte werden dadurch höchstens schwammiger: was früher als unehrlich galt wird legalisiert oder eben „nur ein bisschen unehrlich“ und die Menschen in unserem Land, besonders die Jugend, verliert immer mehr die Orientierung.
Meiner Meinung nach hat Heiner Koch absolut Recht: Jeder der noch ein wenig Gespür für Werte hat (und die Werte der Schützen sind ethische Werte) spürt wohin unser Land und unsere Gesellschaft im Moment hinrudern und ist aufgerufen sich dessen zu besinnen und Verantwortung zu übernehmen.
Mit der Vielzahl der Schützenkameraden und Schützenfamilien müssen wir uns der Möglichkeiten der Meinungsbildung bewusst werden und diese nutzen. Wenn ich aktuell die Piratenpartei erlebe die mit ihrer Forderung nach „freies Recht für Raubkopien für Jeden“ ins Berliner Parlament einzieht, dann bedauere ich dass wir „nur“ Schützen sind …!

Zurück zur Festmesse. Es begann zu regnen und die Anwesenden rückten näher zusammen um unter dem Dach Schutz zu finden. Überhaupt stand dieses Fest unter dem Aspekt des Zusammenrückens. Nicht nur als freitagabends das Zelt aus allen Nähten platzte, auch sonst stand die Schützenfamilie eng zusammen.
Es war auch ein Fest der Begegnungen und Gespräche und es tat gut sich mit Gleichgesinnten austauschen zu können. Solche Momente sind kostbar, so half mir der kurze Dialog mit Bundesgeschäftsführer Ralf Heinrichs in einer anstehenden Entscheidung weiter, Europakönig 2000: Harry Ketels interessierte sich für unser Portal und wir hoffen das es in den Nederlanden ebenso populär wird wie in den U.S.A, von dort kommen jeden Monat 10.000 Zugriffe. Und nicht zuletzt ein interessantes Gespräch mit einem Schützenkameraden, den Vater von unserer Bundesprinzessin. Jennifer van Liehr ist trotz eines Handycaps sportlich sehr erfolgreich, vieles hat mich beeindruckt, das wird mir demnächst einen schönen Bericht wert sein.



Ein spannender Wettbewerb um die Würde des Bundeskönigs am Samstag, bei dem sich Thomas Stahl vom Schützenverein St. Sebastianus Bassenheim (DV Trier) durchsetzen konnte, ihm zur Seite steht als Königin seine Ehefrau Anke. Der neue Bundeskönig errang seine Würde mit dem Topergebnis 10 – 10 -10 unter insgesamt 101 Mitbewerbern.

Vorgestellt wurde er zusammen mit den neuen Diözesankönigen:
• Aachen: Rolf Drescher aus Lammersdorf (BV Monschau)
• Essen: Jürgen Meinertz aus Duisburg-Buchholz (BV Duisburg-Süd)
• Köln: Reiner Schönenberger aus Düsseldorf-Derendorf (BV Düsseldorf-Ost)
• Münster: Christian Böddeling aus Horstmar (BV Steinfurt)
• Paderborn: Uwe Riese aus Altenheerse
• Trier: Volker Fischenich aus Höchstberg (BVMaria Laach
Vergeben wurden vier Förderpreise für besonders sozialen Einsatz. Hochmeister Prinz zu Salm Salm und Bundesschützenmeister Heinzgerd Dewies überreichten die Hochmeisterplaketten.
Nach einem Empfang bei der Bürgermeisterin der Stadt Harsewinkel traf sich die Schützengemeinde zum bunten Abend im Festzelt mit Stargast Olaf Henning, vorher brachten die „Landeier“ das Zelt zum toben.

Der große Festzug war dann der Höhepunkt des Sonntags. Rund 15.000 Schützen und Schützenfrauen zogen durch die Straßen der Stadt und begeisterten, trotz Schauer, das Publikum. Sorgenfalten überzogen das Gesicht des Diözesan Bundesmeisters Wolfgang Kuck (Köln) als er die ungewohnt große Zahl der angereisten Düsseldorfer Schützen zur Kenntnis nehmen musste. Verständlich: das nächste Bundesfest wird in Hürth bei Köln ausgetragen und es stellt sich die Frage, wie dann der Nachschub mit richtigem Bier zu solch einem Fest, gewährleistet werden kann. (bekanntlich trinken Düsseldorfer Altbier und Kölsch ist verpönt)

Rundherum war es bis auf die kleinen Wetterkapriolen ein gelungenes Fest, gut durchdacht, gut organisiert


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