Als digitale Zeitschrift anerkannt: Deutsche Bibliothek Berlin - Frankfurt - München - ISSN: 2190-9881 - letzte Aktualisierung: Dienstag 14.05.2019

Bundesjungschützentage 2014

Ein Fest der kurzen Wege


Ein Fest der kurzen Wege hatte der Brudermeister der St. Viktor Bruderschaft Rottinghausen Helmut Kampers versprochen und es auch gehalten. Der zwischen Bäumen gelegene Festplatz war umringt von den Übernachtungsmöglichkeiten in den drei Schulen, auch die Sporthalle für die Fahnenschwenkerwettbewerbe lag keine 100 Meter vom Festplatz entfernt. Auch zum Sportplatz, wo sich das Rahmenprogramm befand, waren es nur gute 250 Meter.

Bereits am Freitag startete das Programm mit dem Eintreffen der Gäste, doch diese ließen zunächst auf sich warten. Durch einen Stau auf der nahegelegenen A1blieb der erwartete Ansturm der Teilnehmer zunächst aus, doch als sich der Stau gegen Nachmittag legte ging es an der Anmeldung Schlag auf Schlag. Nach und Nach wurden die vielen Gruppen der 6 Diözesen auf die Schulen verteilt bis schließlich alle ihren Schlafplatz gefunden hatten. Direkt am ersten Abend sollten die Teilnehmer dann auch schon das erste Highlight des Wochenendes erleben. Die Band Live Sensation heizte nicht nur den vielen Jung- und Schülerschützen, sondern auch den junggebliebenen  Schützen und den Gästen der umliegenden Ortschaften ein. Dabei coverten sie ein breites Spektrum von Songs von "Helene Fischer mit Atemlos" über bis "LMFAO mit Party Rock Anthem".

Nach dem Frühstück am Samstagmorgen, ging es für die meisten Gäste dann zu den Tagesausflügen. Hierzu gehörten unter anderem das Nettebad, Fußballgolf, eine Bowlingbahn und der Osnabrücker Zoo. Andere Teilnehmer blieben, um sich bei den Fahnenschwenkerwettbewerbe der rheinischen Art, beim BJT-Cup-Schießen oder bei dem Bundesprinzenschießen im sportlichen fairen Wettkampf zu messen. Für die Teilnehmer, die sich nicht zu einem der Ausflüge angemeldet hatten, konnten ihre freie Zeit beim Rahmenprogramm mit der Spielstraße verbringen, wo es neben einer Bogenschießanlage, eine Kletteranlage, einen Menschenkicker auch weitere Spiel- und Aktivitätenangebote gab. Zum späten Nachmittag hin lud die Stadt Damme zum Empfang der Ehrengäste. Die rund 250 Personen lauschten dort den Grußworten von Bürgermeister Gerd Muhle, dem Schirmherren Christian Calderone, Brudermeister Helmut Kampers und Bundesjungschützenmeister Mario Schäfer. Dieser hatte für alle Schüler und Jugendprinzen des Bundes, der Diözesen und für den Europaprinzen eine Erinnerung an die Bundesjungschützentage in Damme in Form eine Glaspokals mitgebracht. Anschließend hielt der Diözesanjungschützenmeister der ausrichtenden Diözese Münster Franz-Josef Wellmanns noch eine kurze Ansprache und lobte die hervorragende Organisation des Festes und das überaus hohe Engagement der vielen Helferinnen und Helfer

Aus Dank und Anerkennung überreichte er gemeinsam mit dem Beauftragten für DJT- und BJT der Diözese Münster Markus Stammermann, dessen Bruderschaft St. Franziskus Petersdorf im nächsten Jahr die Bundesjungschützentage ausrichten wird, einen Granitstein mit dem Logo des BdSJ und der Aufschrift BJT 2014 an den Brudermeister. Der sichtlich gerührte Helmut Kampers sprach von einer tollen Geschichte und sagte, dass dies der Grundstein für die Erweiterung der Schützenhalle der Bruderschaft sein wird. Nach einer kleinen von Musik begleiteten Stärkung wurden die Ehrengäste zurück zum Festplatz gebracht, wo es dann endlich spannend wurde als gegen 20Uhr der Bundesjungschützenmeister die neuen Majestäten bekannt gab. Dabei nutzt die Diözese Münster den Heimvorteil und stellte mit Daniel Wegmann von der Bruderschaft St. Peter und Paul Hagstedt-Halter den Bundesprinzen und mit Stefanie Greef von der St. Helena Bruderschaft Xanten, die auch die amtierende Diözesanschülerprinzessin des Diözesanverbandes Münster ist, die Bundesschülerprinzessin. Nach der Siegerehrung durften die neu bekanntgegebenen Majestäten gemeinsam mit den noch amtierenden Majestäten und den vielen Gästen zur Musik der Band Piccadilly den Abend verleben.

Der Finale Tag starte wie es bei den Bundesjungschützentagen Tradition ist mit der heiligen Messe. Diese fand im Dammer Dom statt, wie die St. Viktor Kirche wegen ihrer Ausmaße genannt wird. In der von der St. Viktor Schützenbruderschaft in Zusammenarbeit mit dem Diözesanpräses des BdSJ im DV Münster Theo van Doornick gestalteten Messe steckte vom Anfang bis zum Ende viel Herzblut, was auch die vielen Messebesucher der sogar bis zum letzten Stehplatz gefüllten Kirche gemerkt haben. Die moderne Musikauswahl, die unter anderem Lieder wie "What If God was One of us" von Joan Osborne und dem WM Hit "Auf Uns" von Andreas Bourani, wurde hervorragend von der Band Unico aus dem Nachbarort Holdorf dargeboten. Nach dem Einzug der Fahnen zu Beginn der Messe, war der Moment gekommen, dass Nicolas Pütz und Simon Paulußen Abschied von ihren Prinzenketten nehmen mussten. Diese wurden ihnen vom Bundesjungschützenmeister abgenommen und an den Hauptzelebranten Bundesschützenpräses Monsignore Robert Kleine zur Segnung übergeben, um sie anschließend den neuen Würdenträgern des Bundes BdSJ zu überreichen.

In seiner Predigt ging Monsignore Robert Kleine in besonderer Weise auf das Motto der diesjährigen BJT "zielsicher - dynamisch - engagiert" ein und sagte, dass dies nicht nur ein Motto für die BJT, sondern für das ganze Leben ist. Die Anschließende Kollekte kam den Kindergärten in Damme zu gute.  Nun folgte der Höhepunkt für die vielen Bewohner und extra angereisten Besucher der Stadt Damme, der Umzug durch die Stadt. Die vielen verschiedenen Uniformen, der Klang der Musikkapellen und hunderte bunter Fahnen rundeten den Umzug von rund 5.000 Teilnehmern bei bestem Spätsommerwetter ab. Die Zuschauer drängten sich an den Straßenrändern, um einen Blick auf die Kleider der Prinzessinnen und Königinnen zu erhaschen. Nachdem Vorbeimarsch an den Ehrengästen steuerte der Umzug sein Ziel den Festplatz an, wo es mit den Wettkämpfen im Fahnenschwenken der Niederrheinischen Art und dem Münsterländer Fahnenschlag, sowie dem Willi Sprenger Pokalsschießen weiterging. Natürlich war auch die Spielstraße wieder geöffnet. Wer im Zelt bleiben wollte durfte sich auf akrobatische und tänzerische ShowActs freuen, die zum Teil sogar zum mitmachen animierten.

Zum späten Nachmittag hin, als alle Wettkämpfe beendet waren, fand die Siegerehrung statt. Hierbei siegte die Jugend der Fahnenschläger der St. Antonius Bruderschaft Coesfeld im Münsterländer Fahnenschlag. Im Fahnenschwenken der Niederrheinischen Art erreichte die St. Maria Magdalena Boeckelt in der Schülerklasse den ersten Platz, in der Jugendklasse siegte St. Antonius Hubertus Sevelen und verdrängten damit die St. Antonius Schützenbruderschaft Hönnepel auf den zweiten Platz. Dafür siegte diese dann mit ihrer Seniorenmannschaft in deren Alterklasse. Beim Schießen um den BJT Cup siegten die Schützinnen von der St. Johannes Schützenbruderschaft Markhausen mit 289 Ringen. Das Schießen um den Willi-Sprenger Pokal gewann die ausrichtende Diözese Münster.

 Beitrag: Dennis Schmitt


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