Als digitale Zeitschrift anerkannt: Deutsche Bibliothek Berlin - Frankfurt - München - ISSN: 2190-9881 - letzte Aktualisierung: Montag 08.07.2019

Wir sitzen in einem Boot!

Wir leben in einer der reichsten Regionen dieser Welt.


Wir leben in einer der reichsten Regionen dieser Welt.
Andere, die davon früher nichts wussten und in Armut leben, werden das durch Internet und moderne Medien gewahr und wollen teilhaben..
Wieder andere leben in Krisengebieten, flüchten um ihr nacktes Leben zu retten. Eines haben beide Gruppen gemeinsam: sie riskieren ihr Leben um in Europa Zuflucht zu finden. Mit Booten kommen sie übers Meer, die Folgen sind grausam und unmenschlich, Hunderte, Tausende  ertrinken, allein schon die Zahlen machen fassungslos.

Die große Völkerwanderung des 21. Jahrhunderts hat bereits begonnen und wird nach Ansicht der Zukunftsforscher nicht aufzuhalten sein. Im Gegenteil: in wenigen Jahren werden wir zehn Milliarden Menschen auf diesem Planeten haben, der Druck auf unsere Wohlstandszone wird unglaublich groß werden. Die ersten "Verteilungskämpfe" erleben wir derzeit, insbesondere an den südlichen Grenzen Europas.

Und hier sind sich alle Wissenschaftler einig: nur in globaler Zusammenarbeit und nur mit Nachhaltigkeit und Fairness werden wir die gravierenden Probleme des 21. Jahrhunderts lösen können. Ganz besonders das Flüchtlingsproblem. Erst wenn WIR dafür sorgen, dass die Menschen am anderen Ende der Welt, durch ihre Arbeit für uns ein auskömmliches Dasein erhalten, werden wir einen Schritt weiter sein….

Derzeit lehnen wir uns allerdings bequem zurück.
Unsere Wirtschaft boomt, die Arbeitslosenzahlen sinken, Rente mit 63 – ohne Kürzungen, Lohnsteigerungen werden regelmäßig erkämpft. Zu Gunsten unseres Brutto-Sozialprodukts liefern wir Waffen in alle Welt, wundern uns aber, wenn diese benutzt werden und Menschen in Not dafür zu uns flüchten.

Unser Augenmerk liegt auf unserem Wohlergehen, besser gesagt Konsum. Wir kaufen Jeans für 5.- €uro, Shirts für 2,- € oder Gurken für 30 Cent aus Griechenland.
Niemand stellt sich die Frage, wie der griechische Bauer von vielleicht 5 Cent die er bekommt überleben soll. Niemand fragt was die Menschen anderswo für die Herstellung unserer Waren an Lohn erhalten. Wir stehen auf dem Standpunkt erst ab X €uro Stundenlohn überhaupt erst aufstehen zu wollen. Multinationale Konzerne indes wachsen und wachsen, - aber die sind nicht den Menschen verpflichtet. Diese, in einer Katastrophe endende Völkerwanderung, ist letztlich Folge eines  weitgehend entgleisten Weltwirtschaftssystems.

Die überwiegende Mehrheit der Menschen lebt in bitterer Armut.
Wir müssen dafür Sorge tragen, dass künftig in Bangladesch und anderswo Menschen von ihrer Arbeit leben können und ihre Heimat gar nicht erst verlassen müssen!

Das britische Physik-Genie und weltweit anerkannte Wissenschaftler Stephen Hawking warnt die Menschheit aktuell vor einer großen Gefahr, die uns vernichten könnte. Sie lauert in jedem von uns: Aggression! „Unsere Aggressionen drohen, uns alle zu zerstören“ sagt er. facebook

Öffentlich publizierte Stimmungsmache wie: „Verrecken sollt ihr Politiker! Für Familien mit Kind ist kein Geld da, für die Alten schon garnicht… aber zusätzliche Millionen für Asylanten! Fuck You Dreckspack!“ fallen wohl auch darunter.

Miteinander - als Überlebenschance
Hawking nennt auch gleich ein Gegenmittel als wichtigstes Überlebensinstrument der Zukunft: Emphatie! Bedeutet: Einfühlungsvermögen, oder auch Barmherzigkeit, Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft. Die allerdings ist meiner Meinung nach (in Hinblick auf Flüchtlinge) eher begrenzt. Zigtausende gehen mit Berufung auf das schützenswerte Christentum auf die Straße, wo aber sind sie… wenn christliche Hilfsbereitschaft gefordert ist?

Als vor einigen Hundert Jahren die ärmsten der Armen, nämlich die versklavten Bauern und Landarbeiter in die ersten Städte flüchteten, waren es die Schützengilden die diese Freiheit schützten und verteidigten. Reich oder wohlhabend waren die Schützen jener Zeit wohl kaum, der Schutz der Freiheit und der Heimat indes war wichtiger.
Vielleicht kommt den Schützen, als älteste bürgerliche Vereinigung überhaupt, in Zukunft eine ähnliche Aufgabe zu !? 
Von einer Gemeinschaft, die deutlich mehr aktive Mitglieder hat  als jede politische Partei und  "Glaube, Sítte, Heimat" als Leitspruch auf den Fahnen trägt, würde ich mir wenigstens klare Aussagen als Signal wünschen.   

Viele Menschen stehen derzeit fassungslos und entsetzt vor den aktuellen Geschehnissen. Auch ich… und das macht ratlos, hilflos und wütend.
Aber wir müssen uns auch fragen, was wir mit unserer Einstellung und unserem auszehrenden Konsum zu diesen Entwicklungen beigetragen haben und wie wir nachhaltiger agieren können.

Sitte – das steht auch auf den Fahnen der Schützen – und erinnert mich an das, was seit Jahren in der globalen Wirtschaft, bei Banken und Großkonzernen passiert. Ich empfinde vieles davon als sittenwidrig, das ist mir als Mensch (und Schütze) ein Dorn im Auge.
Wir Schützen sollten wieder schützen … und wachsamer sein.
Unsere Werte sind eigentlich Werte für eine gemeinsame Zukunft und darüber sollten wir reden, nicht nur untereinander! .

Rene Krombholz

-        Zynismusmodus an.

Wir Jammern auf sehr hohem Niveau das wir dieses alles nicht finanzieren können, ausgebeutet werden….

„Wir müssen jährlich über 50 Millionen €uro ausgeben um die Sicherheit bei Fußballspielen zu garantieren, wir brauchen Jahr für Jahr 2,6 Milliarden für Computerspiele, 13 Milliarden für Reisen und müssen 50% Prozent unserer Lebensmittel vernichten!
Die Rettung der Real Estate Bank kostete den deutschen Steuerzahler 20 Milliarden.
Allein für unsere Handys in Deutschland geben wir dieses Jahr 8.4 Milliarden €uro aus - wer soll das alles bezahlen?“

Zynismusmodus aus.

 


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