Als digitale Zeitschrift anerkannt: Deutsche Bibliothek Berlin - Frankfurt - München - ISSN: 2190-9881 - letzte Aktualisierung: Mittwoch 26.07.2017

GEMEINSAM in die Zukunft

Schützen - Unterwegs im III Jahrtausend




Wer dieses Portal, meine Gedanken und Ziele kennt - der wird verstehen, dass mich nachfolgende Gedanken des Schützen Kameraden Bruno R. BANDENBURG (Mitglied des RSB - Arbeitskreis Tradition & Brauchtum sehr gefreut haben. Auch ich bin der festen Überzeugung das ein Zusammenschluss der Schützen notwendig ist, um die Herausforderungen der Zukunft erfolgreich zu bestehen.

Es ist wichtig und sinnvoll die unterschiedlichen Kräfte des Schützenwesen zu vereinen, das muss nicht zwingend unter einem Dach geschehen, gemeinsam definierte Ziele, respektvoller, toleranter Umgang und gemeinsame Darstellung sollten realisierbar sein. Dieses nicht nur innerhalb Deutschlands, sondern ganz besonders Europa weit. Dieses Portal soll einen Beitrag dazu leisten.

"Europa wächst nicht durch die Bürokratie oder den Willen der Politik zusammen, sondern durch die Menschen die für dieses Ziel arbeiten!" so Präsident Roodenbeke bei der Flaggenparade zum 50jährigen Jubiläum der EGS in Mayen. Mit der Aufnahme des Schützenwesen in das immaterielle Weltkulturerbe der UNESCO ist ein großer Schritt gegangen worden, weitere sollten folgen.

Das wünsche ich Euch und mir – alles Gute für 2016
 
Rene Krombholz

Jahreswende 2015 – 2016

Gedanken am Ende eines ereignisreichen Jahres

Köln am 27. Dezember 2015

Wenn die Tage kürzer werden, der Sonnenaufgang bis deutlich nach 08.00 Uhr auf sich warten läßt, wissen wir, daß das Jahr zu Ende geht. Manche nehmen das zum Anlaß sich zu überlegen, ob sie dieses Jahr sinnvoll genutzt haben, andere leben nach dem Grundsatz Carpe Diem. Dale Carnegie machte 2.000 Jahre später daraus „Sorge Dich nicht, lebe !“.

Welcher Überlegung ist unsere Kanzlerin mit „Wir schaffen das !!“  gefolgt ?

Will sie in den neuen Bundesländern die blühenden Landschaften realisieren, die Kohl versprach; Hunderttausende leerstehenden Wohnungen in Sachsen und Meck - Pomm füllen, Ärzte und qualifizierte Arbeitskräfte in die entvölkerte Region bringen und hofft, daß die EU die Kosten mitträgt. Oder möchte sie in christlicher Nächstenliebe unseren Wohlstand mit Bedürftigen teilen ?

Was immer sie dabei gedacht hat, wird uns über Jahrzehnte beschäftigen und uns daran erinnern, daß wir zugelassen haben, daß sich ein erhebliches politisches und ökonomisches Ungleichgewicht in unserem unmittelbaren Umfeld aufbaute. Was immer der Grund für das Ungleichgewicht ist, die Folgen stehen nun mitten in unserem Land.

Aus Politikverdrossenheit lehnen Viele ab sich mit politischen Fragen zu beschäftigen, ohne sich bewußt zu sein, wie wenig hilfreich diese Einstellung ist. Schützen mußten sich seit heidnischer Zeit bewußt politisch engagieren. Jeder mußte sich entscheiden welcher Gemeinschaft er sich anschließen und innerhalb der Gemeinschaft für welche Ziele er sich engagieren wollte.

Wir müssen im Sinne des Gemeinwohls den Unterschied zwischen Toleranz und Sozialromantik sehen und angemessen reagieren. Wer sich nicht zum Wohle unserer Gemeinschaft engagieren und ihre Regeln befolgen will, kann nicht einseitig deren Vorteile nutzen,....muß gehen.

Toleranz und ihre Grenzen ist ein schwieriges Thema. Wären im Mittelalter die Schützengilden weniger tolerant gewesen, wären bei manchem Angriff die Mauerkronen der Städte leer geblieben.

Heute haben wir innerhalb der Schützen zwei Hauptgruppierungen :

● Vom Deutschen und Olympischen Sportbund anerkannte, Schützenvereine deren Wurzeln weit in die heidnische Vorzeit zurück reichen.

● Von der katholischen Kirche anerkannte Vereine zur Pflege des katholischen Brauchtums die auch historisches Schießen pflegen.

Beide Gruppierung rekrutieren ihren Nachwuchs aus den jeweiligen regionalen, somit aus begrenzten Gebieten.

Jede Gruppe leidet an Nachwuchsschwund wenngleich aus unterschiedlichen Gründen.

Die Mitglieder jeder Gruppe kennen die Argumente der Anderen. Bei einem Teil der „Historischen“ hat sich eine Aufspaltung in Sport und Brauchtum verbunden mit einer zusätzlichen Mitgliedschaft im RSB ergeben.

Marketingtechnisch wird bei dieser Situation eine aggressiv geführte Kampagne beiden Anbietern schaden, da sie potentielle Interessenten verunsichert. Diese brauchen Aufklärung über die Konsequenzen der Unterschiede zwischen Sportschützen, DSB - RSB und katholischer Brauchtumspflege, BDHS, die auch historisches Schießen betreiben.

Die Kultur und gesellschaftliche Ordnung unseres Landes, denen sich Sportschützen und Historische gleichermaßen verbunden fühlen, basiert auf christlichen Werten. Eine Klarstellung des jeweiligen Profils würde nicht nur das Werben um Nachwuchs vereinfachen, sondern auch bei den bestehenden Gemeinschaften / Bruderschaften ein Besinnen auf die ursprünglichen Ziele fördern.

Man muß kein Atheist sein, wenn man Sport und nur Sport treiben will und sich deshalb für die Sportschütze entscheidet.

Die Verbindung von historischem Schießen mit der Pflege des katholischen Vereinswesen / Brauchtums ist eine gesellschaftliche Aktivität, die nicht Gegenstand des Deutschen und Olympischen Sportbunds ist.

Für die öffentliche Anerkennung und die Fördermittel würde es alle Beteiligten Vorteile bringen, wenn sich die Aktivitäten rund um das Schützenwesen zu einem Dachverband zusammen schließen ließen.

Frohe Festtage, ein erfolgreiches 2016 und

Allzeit Gut Schuß

Bruno R. BANDENBURG

Dipl. Wirtsch. Ing. (Univ.)

Ehemals moderner 5 Kampf

Mitglied des RSB - Arbeitskreis T & B