Als digitale Zeitschrift anerkannt: Deutsche Bibliothek Berlin - Frankfurt - München - ISSN: 2190-9881 - letzte Aktualisierung: Sonntag 26.03.2023

Muslemischer Schützenkönig

 

Presseerklärung des BHDS


In den Medien wird der Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften (BHDS) wegen des muslimischen Schützenkönigs Mithat Gedik von Politikern und Kommentatoren als Prototyp der Provinzialität dargestellt. Der BHDS versteht sich als ökumenisch orientierter Dachverband in der katholischen Kirche. Dennoch werden der BHDS und seine Mitgliedsbruderschaften als Beispiel einer „intoleranten Gesellschaft" und einer „integrationsfeindlichen Kultur" bezeichnet, die es nicht wert seien, in der Bundesrepublik Deutschland aufrechterhalten zu werden.

Die Stimmen, die sich erheben, reichen quer durch Medien und Parteien bis hin zu Integrationsbeauftragten und Diskriminierungsstellen. Es scheint so, als wollten diese Stimmen Zwangsharmonisierung und geistige Gleichschaltung in Deutschland erzwingen. Dies muss einen geschichtlich aufgeklärten Bundesbürger erschüttern.

Wie immer die vielschichtigen politischen und religiösen Meinungen und Ansichten zum Thema Integration der Muslime in Deutschland auch aussehen mögen, als Christen und Schützenbrüder dürfen und werden wir an unserem Recht auf positive Religionsfreiheit festhalten. Dieses Recht steht christlichen Schützenbrüdem ebenso zu wie z.B. unseren muslimischen, jüdischen oder buddhistischen Mitbürgern. Dies bedeutet für uns das Recht auf christliche Identität, wie jedem Bundesbürger das Recht auf positive Religionsfreiheit zusteht.

Die positive Religionsfreiheit darf aber nicht dazu führen, dass der Eindruck erweckt wird, katholische Schützenbruderschaften würden Mitgliedern anderer Religionen ohne Respekt begegnen. Wir Schützen stehen auf den Grundpfeilern des christlichen Glaubens in von Respekt getragenem Dialog mit allen Religionen. Denn unser Menschenbild ernennt jeden Einzelnen als Geschöpf Gottes an.

Würden NichtChristen in unseren katholischen Bruderschaften Mitglieder werden, bedeutete dies letztendlich, das Recht auf eigene Identität und Bindung zur katholischen Kirche aufzugeben. Dieser Vorwurf aber ist der betroffenen Bruderschaft wegen der Aufnahme von Muslimen nicht zu ersparen. Denn durch das BHDS-Statut und die Satzung der betroffenen Bruderschaft verpflichten sich die Mitglieder zum Bekenntnis des Glaubens durch Eintreten für die katholischen Glaubensgrundsätze (Details zum BHDS-Statut sind

unterwww.Bund-Bruderschaften.de Rubrik Regelwerke).

Gerade in der heutigen Zeit, in der eine religiöse Identitätsfindung immer schwieriger wird, tragen katholische Schützen bruderschaften in einer pluralen Gesellschaft aktiv zum religiösen Dialog bei. Unsere Bruderschaften bilden einen sicheren Halt, geben Orientierung und fördern ausdrücklich das Miteinander von Religionen. Das Aufweichen oder gar die Verleugnung der eigenen Glaubensüberzeugung ist keine Grundlage. Erst gegenseitiger Respekt, Ehrlichkeit und Toleranz ermöglichen ein vertrauensvolles Miteinander, trotz aller Unterschiede.

Der Vorstand des BHDS hat heute als Ausdruck von Respekt und Integration gegenüber dem Schützenbruder Mithat Gedik beschlossen, ausnahmsweise keine Einwände gegen seine Konigswürde in seiner Bruderschaft zu erheben. Die Ausübung eines Amtes ab Bezirksebene wird hingegen nicht möglich sein.

Quelle: Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften e.V. Bundesgeschäftsstelle

ANMERKUNG


Es ist nicht nur das jährliche Sommerloch, sondern auch Unkenntniss, die hier zu dieser Diskussion führen.
Es gibt Bürger-Schützenvereine, welche Ihren Ursprung in den Bürgerwehren sehen.
Es gibt Sportschützen, die rein dem Schießsport frönen.
Und es gibt Bruderschaften, die Ihren Ursprung in den sozialen Notgemeinschaften des Mittelalters haben.

Letztere sind kirchlich eng an die katholische Kirche orientiert und leben das soziale Miteinander bis Heute. Eine unglaubliche Wertschöpfung wird von den Bruderschaften in Richtung Allgemeinwohl erbracht. Ziele sind unter anderem der Erhalt und die Weitergabe christlich sozialer Wertekultur, das wird gelebt und so sagt es auch die Satzung. 

Die Betonung liegt auf "christlich sozialer Wertekultur" Somit ist eine Bruderschaft keine Fetenclique sondern eine Wertegemeinschaft.
Das erklärt vieles und macht es (hoffentlich) verständlicher. 

Umgekehrt:
In einer muslemischen Volkstanzgruppe oder einem solchen Kochclub hätte ich wohl kein Problem aufgenommen zu werden, in einer Korangruppe oder Kulturkreis aber sehr wohl große Probleme!  Das würde mir wohl verwehrt werden. 
Aber es muss auch die Frage erlaubt sein: warum müssen immer wir Deutschen unsere Kultur und Tradition aufgeben? Siehe Martinsfest oder Andere? 
Warum schaffen wir unsere Werte, Kultur, Traditionen ab? Die Frage stellt sich insbesondere dann, wenn Andere auf ihr Recht pochen um eigene Ansichten durchzusetzen.

Miteinander und gleichberechtigt nebeneinander... das sollte ein Ziel sein.

Rene Krombholz