EGS‑Frühjahrstagung 2026 in Weißenthurm – ein atmosphärisch dichter, inhaltlich starker Auftakt, der zeigt, wie lebendig europäische Schützentradition heute sein kann.
Ankunft und Rahmen
Viele Teilnehmer reisten bereits am Donnerstag an. Das neue Hotel bot einen angenehmen Aufenthalt, auch wenn der allgegenwärtige Fachkräftemangel spürbar war.
Umso bemerkenswerter war die Freundlichkeit und Bemühung des Personals – ein Detail, das den Ton für das gesamte Wochenende setzte.
Empfang der Stadt Weißenthurm
Die Erste Bundes‑Königin des BHDS Andrea Reiprich nutzte ihren Heimvorteil und schuf in der Stadthalle eine eindrucksvolle Atmosphäre.
Blau‑gelber Blumenschmuck in den Farben der EGS, darunter Rosen, die in einem Spezialverfahren blau gefärbt wurden, verliehen dem Empfang eine besondere Note.
Der Bürgermeister und die Stadt Weißenthurm empfingen die Schützen herzlich.
Albert‑Henri Prinz von Merode, Präsident der EGS, fand in seiner Rede klare Worte zur weltpolitischen Lage.
Er betonte, dass europäischer Zusammenhalt nicht in Brüssel beginnt, sondern bei jedem Einzelnen – in den Vereinen, in der Gemeinschaft, im täglichen Miteinander.
Ein emotionaler Höhepunkt war das Geschenk des früheren Europakönigs Mario Geißler: Er hatte sämtliche Abzeichen der bisherigen Europa‑Schützenfeste und Groß‑Veranstaltungen gesammelt und kunstvoll in einem Schaukasten arrangiert.
Ein Symbol für Geschichte, Verbundenheit und Kontinuität.
Investitur in der Kirche Heilige Dreifaltigkeit
Im feierlichen Pontifikalamt, geleitet vom Trierer Weihbischof Robert Brahm, wurden 32 Personen – darunter zwei Frauen – in die Ritterschaft vom Heiligen Sebastianus in Europa aufgenommen.
Festabend und europäische Verbundenheit
Beim anschließenden Festabend in der Stadthalle zeigte sich, wie selbstverständlich und wertschätzend die Zusammenarbeit der europäischen Schützen inzwischen geworden ist.
Die Stimmung war ausgelassen, fast schon überwältigend – unterstützt durch einen Gastroservice, der ungewöhnlich gut gelaunt und aufmerksam agierte.
Ein Abend, der Gemeinschaft nicht nur feierte, sondern lebte.
Plenartagung und Abschied
Am folgenden Tag wurden in der Plenartagung wichtige Weichen für die Zukunft des europäischen Schützenwesens gestellt.
Themen, Richtungen und Aufgaben wurden erarbeitet und abgestimmt. Die Heimreise fiel vielen schwer – solche Tage sind intensiv, verbindend und vergehen viel zu schnell.
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