Als digitale Zeitschrift anerkannt: Deutsche Bibliothek Berlin - Frankfurt - München - ISSN: 2190-9881 - letzte Aktualisierung: Sonntag 06.10.2019

Denkanstöße 3

GLAUBE


Markus Schick ist Mitglied der St. Hubertus Schützenbruderschaft Duisburg-Grossenbaum, Leiter der Tellgruppe St. Hubertus (der Kindergruppe (6 - 12 Jahre) der Bruderschaft, Kassierer der Sebastianer-Kompanie und Fahnenoffizier der Bruderschaft.
Für die Zeit zwischen Ostern und Pfingsten und Schützenfest, hat Markus Schick sieben Denkanstöße zur Zukunft der Bruderschaft entwickelt.
Hier der Dritte:

GLAUBE

Grundlage des Bruderschaftsgedankens

Glaube ist wie ein Seil, das aus mehreren Strängen besteht. Gott ist der eine Strang, der mit den Strängen „Ich“ und „Gemeinschaft“ verwoben ist. Ist das Seil intakt, kann ich daran meine Lasten hängen oder mich in schwierigen Situationen sichern.
Ist ein Strang unterbrochen, ist auch das ganze Seil nicht mehr belastbar. Dieses Seil muss deshalb gepflegt werden.
Über den Strang „Gott“ haben wir von Gott selbst die Zusage, dass dieser Strang ewig halten wird.

Der zweite Strang ist mein ganz persönlicher Glaube.
Wie kann ich diesen Strang stärken?

„Lebe das, was du vom Evangelium verstanden hast. Und wenn es noch so wenig ist. Aber lebe es“
Frere Roger (Taizé)

Welche Aufgabe, welche Verantwortung für mich und für andere übernehme ich aus meinem Glauben?
Bin ich bereit mich auf die Herausforderungen, die daraus erwachsen, einzulassen?

Gemeinsam sind wir stark – deshalb ist der dritte Strang das Leben in der Gemeinschaft.
Dort gibt es Regeln und traditionelle Rituale, damit das gemeinschaftliche Leben nicht im Chaos mündet.
Aber diese Regeln und Rituale sind nicht für alle Ewigkeit festgeschrieben, sondern sind lebendig und im Wandel.
Wir als Bruderschaft müssen uns also fragen:

 Welche Rituale des Ausdrucks unseres Glaubens verwenden wir?
Welche sind uns wichtig?
Welche neuen, oder wieder entstehenden Ausdrucksformen des persönlichen und gemeinschaftlichen Glaubens gibt es?
Welche wollen wir fördern und für uns zu neuen Traditionen werden lassen? (Irgendwann hat ja jede Tradition begonnen, jemand hatte den Mut Neues zu versuchen und andere haben nachgezogen)

Gott, du Quelle des Lebens,
du Atem unserer Sehnsucht,
du Urgrund allen Seins,
segne uns mit dem Licht deiner Gegenwart, das unsere Fragen durchglüht und unseren Ängsten standhält.

Segne uns,
damit wir ein Segen sind,
und mit zärtlichen Händen und einem hörenden Herzen,
mit offenen Augen und mutigen Schritten dem Frieden den Weg bereiten,
segne uns, dass wir einander segnen und stärken und hoffen lehren wider alle Hoffnung, weil du unserem Hoffen Flügel schenkst.

(Katja Süß, in: M. Schmeisser, Gesegneter Weg 1997, 79)


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