Als digitale Zeitschrift anerkannt: Deutsche Bibliothek Berlin - Frankfurt - München - ISSN: 2190-9881 - letzte Aktualisierung: Mittwoch 19.12.2018

Applaus....

Wer sind Schützen eigentlich?


Das eine Predigt in der Kirche mit spontanen Applaus belohnt wird, dürfte in unseren Breitengraden (besonders in der heutigen Zeit) eher selten sein.
So passiert und ebenso berechtigt wie des Berichtens wert.

Ort des Geschehens war Neer, Ortsteil der Gemeinde Leudal in NL. Anlass war der Investiturgottesdienst der EGS am 21.04.2017 in der Martinuskerk. Weihbischof E.de Jong stellt sich die Frage: „Wer sind Schützen eigentlich?“ und machte darauf aufmerksam, dass man über Herkunft und Tradition recht gut Bescheid weiß.
Wer aber sind Schützen heute? Was macht sie aus?
Seine Sicht vermittelte er anhand von drei Begriffen: Inspiration – Mut – Einheit

Inspiration: damit ist das Hinterfragen der eigenen Person gemeint.
Wofür lebe ich eigentlich? Was ist mir in meinem Leben wichtig?

Ist es die berufliche Karriere? Geld? Das Miteinander der Menschen?
Was auch immer, für Schützen dürften das Miteinander und das Allgemeinwohl in der Priorität deutlich vor materiellen Dingen angesiedelt sein.
Das prägt die humanorientierten Werte und eine gewisse Spiritualität.

Mut für diese, seine eigenen Werte einzustehen. Besonders in der heutigen Zeit gehören Glaube und Wertvorstellungen für viele Menschen nicht mehr in den Bereich der Normalität. Wer sich dazu bekennt noch in die Kirche zu gehen, wird eher bespöttelt statt gelobt.
Ein achtsamer Umgang mit Mitmenschen, insbesondere Schwächeren oder Hilfsbedürftigen ist ebenfalls keine Normalität mehr.

Einheit Zusammenstehen nach Innen und Außen. Während die Politik in den letzten Jahren die Gleichmacherei in den Vordergrund gestellt und damit den Menschen einen Teil ihrer Identität genommen hat, zeigt das Schützenwesen wie es besser geht. Während sich viele Menschen vom Gedanken eines vereinten Europa abwenden, hier in der EGS funktioniert die internationale Zusammen Arbeit sehr gut, man freut sich aufeinander.
Man bewahrt die Besonderheiten und Traditionen der nationalen Mitgliedsverbände und schützt diese. Gleichzeitig herrschen Respekt, Anerkennung und Toleranz.
Das was zur Einheit verbindet ist der Gedanke des Schützenwesens und der Wille Länder übergreifend für ein vereintes Europa dazu sein.

Um das in Zukunft weiter leben zu können ist aber das Zusammenwirken ALLER Schützen notwendig.




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